Mittelmeerkrankheiten

Leishmaniose

Übertragung: Leishmanien werden beim Saugakt der Sand- oder Schmetterlingsmücke übertragen.

Inkubationszeit: 2 Monate bis mehrere Jahre

Symptome: Leishmaniose verläuft meist stumm, d.h. ohne Symptome. Sollten Symptome auftreten, unterscheidet man zwischen der viszeralen Form (Befall innerere Organe wie Leber, Niere, Milz mit Durchfall und Mattigkeit) und der kutanen Form schuppende, haarlose Stellen).

Therapie: Ein positiv getesteter Hund muss nicht zwingend erkranken. Die Erkrankung wird durch Tabletten verhindert, die pro Monat ca 5 € kosten.

 

Babesiose

Übertragung: Babesia canis werden durch den Biss der braunen Hunde- und Auwaldzecke übertragen.

Inkubation: wenige Tage bis 3 Wochen

Symptome: Unterschieden wird in chronisch, akut und schlechend. Bei allen Verläufen kommt es durch den Befall der roten Blutkörperchen zu Fieber, Blutarmut, verfärbtem Urin, Schwäche und Appetitlosigkeit.

Therapie: Entweder durch zwei injektionen oder die Gabe von Antibiotika über 3 Wochen.

 

Dirofilariose (Herzwurmerkrankung)

Übertragung: Filarien (Parasiten) werden beim Saugakt durch Stechmücken übertragen.

Inkubationszeit: Wochen bis Jahre (Nachweis erst 6 Monaten nach Infektion möglich).

Symptome: Durch den Befall der Lungenarterie und des rechten Herzens kommt es zur Leistungsverminderung und Rechtherzinsuffizienz mit Atemnot, Herzrasen, Gewichtsverlust und Wassereinlagerungen.

Therapie: Leichte Fälle werden mit zwei Injektionen behandelt. Bei schweren Fällen sollte die Therapie stationär erfolgen.

 

Ehrlichiose

Übertragung: Ehrlichia canis wird durch den Biss der braunen Hundezecke übertragen.

Inkubation: wenige Tage bis 3 Wochen

Symptome: Unterschieden wird in akut, leicht verlaufend und chronisch. Bei allen Verläufen kommt es durch die Vermehrung im Knochenmark zu Nasenbluten, Fieber, Appetitlosigkeit, Krampfanfällen und Lähmungserscheinungen.

Therapie: Es erfolgt eine Antibiotikagabe über 3-4 Wochen.

 

Allgemeines

Natürlich besteht bei Hunden, die aus südlichen Ländern zu uns kommen, immer die Gefahr, dass sie sich mit einer dieser Mittelmeerkrankheiten infiziert haben. Und darum testen wir unsere bulgarischen Hunde auch mit dem 1. Lebensjahr auf Leishmaniose, Dirofilariose, Babesiose und Ehrlichiose. Unsere rumänischen Hunde werden auf keine Mittelmeerkrankheit getestet, da unsere Hunde vom Inland des Landes stammen und dort solche Krankheiten bislang nicht aufgetreten sind. Dies sagt auch die aktuelle Bayerkarte über die Verteilung der MIttelmeerkrankheiten.
Bei Hunden in den ersten 12 Lebensmonaten durchgeführte Bluttests haben in der Vergangenheit immer wieder zu falschen Ergebnissen geführt und inzwischen raten Tierärzte generell vor dem 1. Geburtstag davon ab. Bei allen infektionen würde der Hund unverkennbar deutliche Symptome wie hohes Fieber, Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Krämpfe und Lähmungserscheinungen aufweisen. Sollten Sie bei Ihrem Hund eines dieser Symptome feststellen, dann raten wir Ihnen, ihn umgehend tierärztlich untersuchen zu lassen. Denn bei allen Erkrankungen, außer bei der Leishmaniose, gilt, dass sie bei frühzeitiger Erkennung heilbar sind.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

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