Profile

Unsere Hilfe in Bulgarien

Eines Tages bekamen wir auf Facebook überraschend eine Mail von der Stifung „Animal Friends Foundation Burgas“ mit der Bitte, auch deren Hunde zu veröffentlichen. Nach einem längeren Austausch war eine neue Kooperation zwischen uns und den Tierfreunden aus Bulgarien geboren.

Die "Tierfreunde Burgas" kümmern sich ehrenamtlich um Hunde, die auf den Straßen Bulgariens Elend, Gewalt und Vernachlässigung erfahren haben. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, schwachen und misshandelten Hunden eine Unterkunft, ausreichend Futter und eine angemessene medizinische Versorgung zukommen zu lassen. Dazu betreibt die Stiftung eine kleine private Auffangstation. Zurzeit investieren etwa 11 Ehrenamtliche Ihre Freizeit in dieses Projekt. Die Stiftung finanziert sich ausschließlich aus Spenden, meist von privat.

 

Spenden werden hauptsächlich aufgewendet für:

  • Tierärztliche Versorgung  (Entwurmung, Entflohen, Impfung, Behandlung von verletzten Tieren und Sterilisation/Kastration)
  • Tierfutter und Medikamente
  • Bildungs- und Informationskampagnen.


Leider wird ihnen die Arbeit sehr erschwert. Es gibt nicht genügend Unterbringungsmöglichkeiten für die vielen Hunde in der kleinen Auffangstation. Und natürlich fehlt es auch an finanziellen Mitteln für die medizinische Versorgung oder Errichtung neuer Häuser.
Zudem ist die Regierung nicht wirklich gewillt etwas gegen die Problematik der vielen Straßenzüge zu tun. Zwar wurde das Strafgesetzbuch geändert und auch in Bulgarien ist vorsätzliche Gewalt an Hunden nun strafbar, aber es gibt keine Institution, die dies kontrolliert oder gar bestraft.
Auch in diesem Punkt sind die Tierfreunde Burgas aktiv. Sie versuchen durch öffentliche Auftritte über das Chippen von Hunden und einem pflichtbewussten Umgang mit den kleinen Fellnasen aufzuklären. Über notwendige Kastrationsprogramme versuchen sie die Population zu verringern. Auch gehen Miglena und ihre Helfer in Schulen und bieten Bildungsprogramme für Kinder an.

 

Zusammenfassung des Jahresberichts 2015 der „Animal Friends Foundation Burgas“ -  Download im Original

2015 führte die Stiftung bereits im vierten Jahr in Folge eine Sterilisierungskampagne im Raum Burgas und Umland durch. Während der Kampagne wurden 220 weibliche Hunde sterilisiert und auch auf Erlichiose, Herzwürmer und andere Krankheiten getestet und entsprechende Behandlungen eingeleitet.

Alleine 2015 versorgte die Stiftung mehr als 200 Hunde und Katzen und konnte für sie ein neues Zuhause  finden. Von Frühjahr bis Herbst wurde eine Adoptionskampagnen unter dem Motto „Home for me too“ im Primorski Park in Burgas veranstaltet. Diese hatten regen Zulauf und viele Tiere fanden ein Zuhause.  Alle diese Tiere stammen von der Straße.

Monatlich besuchen die Ehrenamtlichen der Stiftung das städt. Tierheim Burgas, helfen beim Füttern und Gassi gehen.  Außerdem erstellen sie Profile der Hunde, um bei der Suche nach einem geeigneten Zuhause zu helfen. Viele der Hunde finden dadurch liebevolle Familien. Täglich kommen über email oder Telefon Hilferufe, wenn verletzte, hilflose oder ausgesetzte Tiere gefunden werden - aber auch wenn ein Tier verloren gegangen ist. Vielen konnte geholfen werden.

Es wurden Informationsstände in der Stadt durchgeführt und Aktionen an Schulen, um gerade die junge Bevölkerung dafür zu sensibilisieren, daß Sterilisation ist der effektivste Weg ist, die Streunerpopulation auf Dauer zu senken. Besitzer sollen auch Verantwortung für ihr Tier übernehmen: Durch Registrierung, Microchip, Impfung, und natürlich auch das Aufsammeln von „Häufchen“ im öffentlichen Raum. Die Stiftung fördert die Idee, lieber ein Tier aus einem Tierheim zu adoptieren, als eines zu kaufen, mit besonderem Augenmerk auf Mischlingshunde/Katzen.

Mit Hilfe von Sponsoren wurden einige Informationsbroschüren über die Arbeit der Stiftung gedruckt und von Ehrenamtlichen im Stadtbereich verteilt.

Das ganze Jahr hindurch besuchten Ehrenamtliche verschiedene Stadtviertel und füttern, entwurmten, entflohten und sterilisierten Hunde. Bei einigen gab es auch Unterstützung durch Bewohner, die Hunde zb. regelmässig in ihrem Wohnbereich füttern. Eine große Anzahl Tiere verschwindet aber auch einfach so: erschossen oder vergiftet!

Es konnten 2015 viele Tiere behandelt, sterilisiert und zur Adoption gegeben werden. Auch wurde permanent die Bevölkerung durch Aufrufe in sozialen Medien dazu aufgerufen, die Hilfe der Stiftung in Anspruch zu nehmen, bevor man sein Haustier evtl. auf der Strasse aussetzt.

Auch in den kommenden Jahren möchte die Stiftung kranken, hilflosen und ausgesetzten Tieren helfen, Sterilisationskampagnen durchführen und dadurch die Anzahl der Streuner im Stadtgebiet verringern. Außerdem hat die Stiftung Pläne für ein eigenes Tierheim mit Ambulanz-Station. Ein Grundstück ist bereits in Aussicht und zurzeit läuft eine große Spendenaktion, um den Kaufpreis des Grundstücks aufzubringen. Helfen Sie mit, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen?